Marie Thiebaud

Advanced Structural Integration Practitioner of the Rolf Method

SIND SIE EIN KANDIDAT?

Strukturelle Integration was ist das?
Die Rolf Methode, auch Rolfing oder Strukturelle Integration (SI) genannt ist eine Art Physiotherapie, die den Körper durch leichte gezielte Berührungen und Bewegungen heilt. Sie heilt in tiefe chronische Verspannungen, Stress und eingeschränkte Bewegungsfähigkeiten (wie z.B. nach Unfällen und Operationen). In erster Linie aber, bringt die Strukturelle Integration die Körperstruktur und Bewegungsabläufe in Einklang mit der Schwerkraft.

 

Was hat Schwerkraft mit Struktureller Integration zu tun?
Die Schwerkraft ist die mächtigste physische Kraft, die der menschliche Körper unterliegt. Selbst, wenn die Schwerkraft und ihre Effekte mehr oder weniger bekannt sind, nehmen nur wenige wahr, dass die Schwerkraft auch unsere Körper beeinflusst. Der bekannteste Effekt der Schwerkraft auf eine Masse ist, sie in einer formlosen Sphere zu gestalten. Da der menschliche Körper zum größten teil biegsam ist und breiter an seiner Spitze als an seiner Basis ist, wird dieser direkt von der Schwerkraft betroffen, wenn ein Ungleichgewicht auftaucht. Ungleichgewicht in der körperlichen Struktur nimmt im Alter zu: man verliert an Gelenkigkeit und “schrumpft”. Jedoch sind es weder die Knochen, die schrumpfen, noch die Muskeln, die an Biegsamkeit verlieren, sondern das Bindegewebe.


Was ist das Bindegewebe?
Das Bindegewebe (Faszien), ist ein umhüllendes Gewebe, das ziemlich dehnbar und robust ist. Das Bindegewebe durchdringt den menschlichen Körper als umhüllendes Netz. Die lebenswichtige Systeme, das Kreislauf-, Verdauungs-, und Nervensystem, die Muskel, die Knochen, sowie die Organen, sind von dem Bindegewebe umhüllt. Ein gesundes Bindegewebe erkennt man an seiner Formbarkeit und Gleitfähigkeit. Schwerkraft, Krankheiten, Unfälle, sowie alltäglicher Stress und Belastungen beeinflussen es durchaus. Es hat unmittelbare sowie langwirkenden Folgen auf die Eigenschaften des Gewebes. Ein Ungleichgewicht erfolgt, z,B. in Form einer Verkürzung, Verklebung oder Dehydrierung des Gewebes, was seinerseits strukturelle Probleme im Körper verursacht und zu Fehlhaltungen führt. Schließlich treten chronische Schmerzen, Verspannungen, Eingeschränkte Gelenkigkeit und Bewegungsfähigkeiten vor.


Bindegewebe speichert alles
Jedes Ungleichgewicht im Körper - egal aus welchem Grund es entsteht - hat eine Wirkung auf die körperliche Struktur des Menschens und Langzeit-Effekte. Der Körper versucht zwar von alleine zu seinem ursprünglichen Zustand zurückzukehren, doch ohne äußerliche Hilfe wird er sich nur schwer wieder aufrichten. Wenn man sich z.B. den Fuß verstaucht, kompensiert man ganz natürlich mit dem anderen Fuß indem man das Gewicht von dem verstauchten Gelenk auf das Andere versetzt. Dieser intuitive Reflex verändert aber das Gleichgewicht zwischen Körper und Schwerkraft und strukturiert unser
neuromuskuläres System um. Unsere Nerven-, Venen-, Lymph- und Muskelsysteme werden in Konsequenz beeinträchtigt.
Sobald die Schmerzen nachlassen und das Gelenk geheilt ist, denkt man, dass die Bewegungen und Funktionen unseres Körpers ihr Normalzustand wieder erreicht haben, was aber nicht der Fall ist. Eine neue “Struktur” hat sich gebildet, als das Körpergewicht von einem Fuss auf den anderen verlegt wurde. Diese neue körperliche Struktur ist von dem Bindegewebe aufgenommen und in den Bewegungsabläufen integriert worden: so verankern sich Nachfolgen der Verletzung in der Grundstruktur. Genauso, können schlechte Gewohnheiten oder Fehlhaltungen unsere körperliche Struktur verändern: z.B. wenn eine schwere Tasche immer auf der gleichen Seite getragen wird oder das Telefon zwischen Ohr und Schulter zum Telefonieren geklemmt wird. Um seine gerade Stellung zu behalten, muss der Körper kompensieren und manche Muskel
werden dazu gezwungen zu schrumpfen. Wenn ein Muskel so regelmäßig zum Schrumpfen gezwungen wird, verliert der an Ausdehnungskraft und bleibt verspannt. SI hilft in solchen Fällen die Formbarkeit und Gleitfähigkeit der Faszien zu unterstützen bzw. das Spannungsverhältnis auszugleichen um zu einer gesunden Struktur zurückzukehren.

 

Wie geht das?
SI besteht darin existierende Bewegungsabläufe zu dehnen bzw. zu korrigieren und neue praktisch umzusetzen. Folglich ändert sich das Gewebe, dass bisher verdickt und verhärtet war und wird wieder biegsam, rehydriert; Die  Bewegungsfreiheit wird effektiver. SI pflegt die Mangel, die von dem Körper natürlich kompensiert werden und gleicht das
Bindegewebe wieder aus. Dieses Vorgehen berücksichtigt das Effekt der Schwerkraft auf die Faszien, gleicht den Körper wieder aus und verbessert Fehlhaltungen. Der Körper “dehnt” sich, daher bekommen die Muskeln und Gelenke mehr Bewegungsraum.


Welche Vorteile?
SI ist vor allem eine sehr persönliche Initiative. Und das umso mehr, weil kein Körper einem anderen gleicht und dadurch jede Erfahrung und ihre Nebenwirkungen einzigartig sind. Dass man größer und schlanker wirkt ist z.B. eine übliche Nebenwirkung. Manche Patienten “strecken” um 0.5 bis 2.5 cm. Schmerzen oder Verspannungen werden gelindert. Folgende weitere Vorteile sind auch der SI zu danken: eine verstärkte Gelenkigkeit, das Gefühl leichter zu sein und
ein besseres Gleichgewicht zu haben, eine bessere Atmung und mehr Selbstsicherheit. 


Gibt es auch psychologische Nebenwirkungen?
SI betrifft in erster Linie körperliche Veränderungen, dennoch begrenzt sie sich nicht nur am Körper. Unsere Gefühle, unsere Glauben und Gewohnheiten bezeichnen uns genauso wie unser körperliches Dasein. Alles ist verknüpft. Die Neustrukturierung des Körperbaus erlaubt dem Patient sich neu zu entdecken und sein individuelles Potenzial zu fördern. Patienten erwähnen oft positive Veränderungen in ihrem Leben als Folgen der SI, wie z.B. eine Stressverminderung,
eine verstärkte Selbstsicherheit und eine bessere Anpassungsfähigkeit im Leben. Solche Wirkungen betreffen jede Altersgruppe. 

Was fühlen die Patienten bei der SI?
Gefragt wird häufig, ob SI schmerzhaft sei. Immer wieder erstaunt mich diese weitverbreitete Befürchtung, dass die Sitzungen schmerzhaft sein könnten. Diese Vorstellung, führt zu der Zeit als SI noch unbekannt war zurück; seitdem hat sich aber diese Methode entwickelt und verbessert. Je nach Empfindlichkeit kann eine angenehme Erleichterung oder vorübergehenden leichten Beschwerden als Nebenwirkungen empfunden werden. Mein Ziel ist, jede Erfahrung so
individuell wie möglich zu machen. SI beruht auf eine persönliche Initiative und der Patient nimmt aktiv teil. Jede Sitzung ist eine aktive Zusammenarbeit, ich pass mich dem Rhythmus und Level des Patienten an.


Hat SI einen Langzeiteffekt?
Auf jeden Fall! Man sollte aber beachten, dass die Körperstruktur sich im Laufe des Lebens
verändert. Verletzungen, Unfälle, Pathologien oder auch Stress können dazu führen, dass die
Körperstruktur erneut Aufmerksamkeit braucht.

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